Ludwig-Maximilians-Universität München
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50 Jahre Albanologie an der LMU

Symposium diskutiert die Perspektiven eines kleinen Faches

München, 15.06.2011

Wenn auf einige Disziplinen an der LMU der Begriff „Orchideenfach“ zutrifft, gehört die Albanologie gewiss dazu: ein Professor, zwei Doktoranden, eine Handvoll Lehrbeauftragte und zwölf Studenten, die noch den Magister machen wollen. Mit der Umstellung auf das neue Studiensystem von Bachelor und Master sind die Albanologen eine Fusion mit zwei weiteren kleinen Fächern zur Disziplin „Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft“ eingegangen.

Dabei ist das Münchner Lehrangebot nahezu einmalig in Europa. „Die LMU bietet als einzige Hochschule überhaupt im westlichen Europa das Fach an“, erklärt LMU-Professor Bardhyl Demiraj. Weitere Ausbildungsstätten gibt es sonst nur vereinzelt in Süditalien und Südosteuropa. Während auf dem Mezzogiorno vorrangig die Geschichte und Ethnologie der dortigen albanischen Enklaven untersucht werden, bietet die LMU die ganze Palette des Faches an. In Forschung und Lehre deckt es Philologie, Geschichte und Dialektologie des Albanischen ab, das zur indogermanischen Sprachfamilie zählt. Und es beschäftigt sich mit der Kultur sowie der Volks- und Landeskunde der Region. Freilich pflegt die Münchner Albanologie zunehmend Kooperationen mit anderen Ausbildungsstätten, vernetzt sich über Studentenaustausch, Sommerschulen und Praktika.

Jetzt feiert die Albanologie an der LMU ihr 50-jähriges Bestehen. Zwischen dem 23. und 26. Juni lädt das Fach zu einem wissenschaftlichen Symposium, an dem knapp 30 Experten aus Europa und den USA teilnehmen. Sie wollen dort Aspekte und Perspektiven des Faches diskutieren. Die Münchner Abteilung Albanologie will sich laut Demiraj dort erstmals nach einer Phase strategischer Neuorientierung als Kern des Forums Internationales Netzwerk der Albanologie (INA) präsentieren.

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