Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Vorsicht Stauende!

Wie ein Molekül-Stau die Zellteilung beeinflusst

München, 04.11.2011

Zelluläre Prozesse sind sehr komplex und werden seit langem in interdisziplinären Projekten erforscht, unter anderem von Biologen und Physikern. Mit einem der zahlreichen Teilaspekte rund um das „Leben“ einer Zelle befasst sich auch die Arbeitsgruppe von Erwin Frey, Professor für Statistische und Biologische Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitglied des Exzellenzclusters „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM). Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Anna Melbinger und Louis Reese untersucht der Wissenschaftler, wie sogenannte molekulare Motoren mit dem Gerüst der Zelle zusammenarbeiten, dem Zytoskelett. Das Zytoskelett besteht aus vielen faserförmigen Strukturen, den Mikrotubuli. Die Motoren oder Motorproteine bewegen sich entlang dieser Filamente und transportieren zum einen große Makromoleküle durch die Zelle. Zum anderen können sie, am Ende der Mikrotubuli sitzend, als Signal- oder Regulationsmoleküle wirken. Anhand eines theoretischen Modells, das „Stauphänomene“ berücksichtigt, konnten die Biophysiker nun zeigen, dass ein Stau von Motorproteinen auf einem Mikrotubulus die Abbauaktivität der Motoren gravierend beeinflußt. (Biophysical Journal, 2. November 2011)

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse