Ludwig-Maximilians-Universität München
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Zwei bahnbrechende Fossilfunde

LMU-Paläontologe federführend bei Auswertung

München, 25.10.2011

Gleich zwei spektakuläre Fossilfunde machten in den letzten Tagen Schlagzeilen – und beide befinden sich in der Obhut eines Mannes. Privatdozent Dr. Oliver Rauhut, Paläontologe am Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU sowie in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München tätig, leitet die internationalen Forscherteams, die mit der Auswertung der Funde beschäftigt sind. Bei dem in der Nähe von Kelheim gefundenen Raubsaurer handelt es sich wohl um eines der am besten erhaltenen Fundstücke weltweit. Ähnliches gilt für das neue Exemplar des Urvogel Archaeopteryx: Obwohl der Kopf des Tieres fehlt, ist das Federkleid bemerkenswert gut erhalten. Wie wichtig die beiden Funde sind und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse sie liefern, wird sich aber erst in der Zukunft zeigen: „Die Details können wir noch nicht enthüllen“, sagt Rauhut. „Wir müssen damit warten, bis die wissenschaftlichen Publikationen zu den Fossilien veröffentlicht sind.“ Der Paläontologe hat nicht zum ersten Mals mit fossilen Berühmtheiten zu tun. So widersprachen etwa seine Untersuchungen an Fossilresten von Tyrannosauriern dem Bild dieser Tiere als „Mordmaschine“: „Ich glaube, dass diese großen Raubsaurier nur im Ausnahmefall ausgewachsene Beutetiere jagten, sich sonst eher an Jungtiere hielten“, so Rauhut. Ein anderes Projekt lieferte wichtige Einsichten in die Entwicklung der Tyrannosauridae – anhand eines fast vergessenen Fossils aus den Sammlungen des Natural History Museums in London. (suwe)

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