Ludwig-Maximilians-Universität München
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„Sternstunden der Theologie“

Schlüsselerlebnisse christlicher Denker von Paulus bis heute

München, 13.10.2011

Ob Martin Luther seine 95 Thesen am 31. Oktober 1517 nun an die Tür der Wittenberger Schloss- und Universitätskirche anschlug oder nicht, wird wohl für immer ungeklärt bleiben müssen. Entscheidend für das Wirken dieses Theologen und die von ihm ausgelöste Kirchenspaltung ist vielmehr die sogenannte „Reformatorische Entdeckung, wonach die Gerechtigkeit Gottes als Ausdruck gnadenhafter Zuwendung zu verstehen sei, die nur im Glauben aufgenommen werden könne. Luther selbst schrieb, diese Erkenntnis sei beim Bibelstudium plötzlich über ihn gekommen – ein Schlüsselerlebnis der christlichen Theologie. „Sternstunden sind Verdichtungsphänomene“, sagt Dr. Alf Christophersen, Privatdozent an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU: „In einem Werk oder einer Biografie verschmelzen die Fragen, Hoffnungen und Ängste einer Generation oder einer ganzen Epoche.“ In seinem neuen Buch „Sternstunden der Theologie“ präsentiert Christophersen deshalb Schlüsselerlebnisse christlicher Denker von Paulus bis zu Johannes Paul II. und liefert anhand von 28 Einzelporträts eine Einführung in die Grundgedanken der christlichen Theologie. „Die religiösen Schlüsselerlebnisse sollen Leben und Werk dieser großen Theologen und Theologinnen erschließen“, sagt Christophersen. „Neben der biografischen Präsentation, die auf knappem Raum Grundwissen vermittelt, bietet das Buch aber auch eine komprimierte Problemgeschichte der Theologie.“ Denn bei jeder einzelnen porträtierten Persönlichkeit treten ganz eigene, unverwechselbare Grundfragen hervor: In der Summe ergibt sich eine Einführung in die Kernmotive der Theologie – von der Rechtfertigungslehre bis hin zum römisch-katholischen Amtsverständnis. (suwe)

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