Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wenn Sternenkinder Verstecken spielen

Der Sternentstehung im Carina-Nebel auf der Spur

München, 16.09.2011

Sterne entstehen nicht einzeln, sondern in Sternhaufen oder sogenannten Assoziationen. Bereits bestehende massereiche Sterne spielen bei diesem Prozess eine bislang nicht eindeutig geklärte Rolle. Ein Forscherteam um den Astronomen Professor Thomas Preibisch von der Ludwig-Maximilians-Univeristät (LMU) München und seine Arbeitsgruppe „Junge Sterne und Sternentstehung“ wollen die Wechselwirkung zwischen diesen heißen Sternen und den Gas- und Staubwolken, aus denen neue Sterne entstehen können, entschlüsseln. Dazu haben sie nun an der Universitäts-Sternwarte den Carina-Nebel in einem breiten Spektrum von Wellenlängen, darunter auch im Röntgenbereich sowie im nahen und fernen Infrarotbereich, untersucht. „Dieser Nebel kann uns detaillierte Informationen über die Entstehung von Sternen liefern, weil er eine besonders hohe Konzentration massereicher Sterne enthält“, sagt Preibisch. „In dieser Studie haben wir mehr als 14.000 junge Sterne im Carina-Nebel nachgewiesen und charakterisiert. Wir werden als nächstes nun die Struktur der Gas- und Staubwolken untersuchen, aus denen das Material für die neuen Sterne stammt.“ Das Projekt wurde im Rahmen des Exzellenzclusters „Origin and Structure of the Universe“ durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einer Sonderausgabe der Zeitschrift Astrophysical Journal Supplements veröffentlicht und in der Zeitschrift Nature vorgestellt.

 

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