Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Der Lichtmix macht’s

Den Geheimnissen des Mikrokosmos auf der Spur

München, 09.09.2011

Wer auf Entdeckungstour in Atomen gehen will, muss wissen: Im Mikrokosmos bewegen sich Elektronen mit atemberaubenden Geschwindigkeiten und auf die Teilchen wirken außerdem enorme Kräfte. Will man Elektronen beobachten, braucht man ultrakurze Lichtpulse. Will man die Teilchen zudem kontrollieren, muss man die Pulsstruktur manipulieren. Eine solche Manipulation hat jetzt erstmals ein Team von Physikern um Dr. Eleftherios Goulielmakis und Professor Ferenc Krausz vom Labor für Attosekundenphysik am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) in Garching und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München bewerkstelligt. Beteiligt an dem Projekt waren auch Wissenschaftler vom Center for Free-Electron Laser Science (DESY, Hamburg) und der King-Saud-Universität (Saudi-Arabien). Die Wissenschaftler machten sich zunutze, dass Licht neben Teilchen- auch Welleneigenschaften besitzt. Sie haben in die Wellenform weißer Laserpulse kleinste Abweichungen des typischen Lichtschwingungsverhaltens eingebaut. Dabei verkürzten die Forscher unter anderem die Dauer der Pulse so weit, dass sie aus weniger als einer kompletten Schwingung bestehen. Damit haben die Wissenschaftler erstmals sogenannte isolierte Subzykluspulse im sichtbaren Spektrum des Lichts erzeugt. Die Technik verspricht eine präzise Steuerung von Elektronenbewegungen in den elementarsten Bausteinen des Mikrokosmos. Auch die Beobachtung inneratomarer Prozesse, wird mit dem neuen Werkzeug präziser, da sie eine zeitlich exakte Anregung von Prozessen erlaubt.
(SCIENCE Express, 8. September 2011).

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse