Ludwig-Maximilians-Universität München
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Buch über „natürliche Bypässe“

Neuartige Therapien sollen OPs ersetzen

München, 20.07.2011

Natürliche Bypassgefäße, bei denen der menschliche Körper verschlossene Blutgefäße repariert, indem er selbst Umleitungen um die Engstellen einrichtet, könnten helfen, Bypass-Operationen am Herzen zu vermeiden. Auch Durchblutungsstörungen, etwa aufgrund von Verkalkung der Blutgefäße in den Beinen, ließen sich verhindern, wenn der Körper stimuliert werden könnte, Umleitungen zu produzieren. In dem Buch „Arteriogenesis – Molecular Regulation, Pathophysiology and Therapeutics I“ fassen Privatdozentin Dr. Elisabeth Deindl vom Walter-Brendel-Zentrum für experimentelle Medizin der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Professor Wolfgang Schaper, früher Direktor am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim, den Stand der Forschung zu diesem Thema zusammen. Das Werk, das sich vornehmlich an ein Fachpublikum richtet, behandelt in Beiträgen aller namhaften Experten, die auf diesem Gebiet tätig sind, sämtliche Aspekte des Wachstums natürlicher Bypassgefäße. „Einige Ansätze haben sich als Sackgasse erwiesen, andere aber sind Erfolg versprechend“, so Schaper. „Wir haben in unserem Buch deshalb großen Wert darauf gelegt, die Perspektiven aufzuzeigen und einen Blick in die Zukunft zu wagen.“ So laufen auch bereits erste klinische Studien. „Die Forschung hat gerade in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht, auch weil mittlerweile drastisch verbesserte und schnellere Untersuchungsmethoden vorhanden sind“, so Deindl. „Wir hoffen, dass diese Ergebnisse bald Einzug in die Praxis halten werden. Den Patienten könnten natürliche Bypässe einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität bringen.“ (MPI)

Pressemitteilung

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