Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wenn Nebengeräusche zur Hauptsache werden

Altersbedingte Hörverluste beginnen im Gehirn

München, 08.07.2011

In geselliger Runde fällt es älteren Menschen oft schwer, einem Gespräch zu folgen – und nicht immer liegt das am schlechten Hörvermögen: Die Ergebnisse einer Studie des LMU-Neurowissenschaftlers Professor Benedikt Grothe legen vielmehr nahe, dass im Alter die umgebende Geräuschkulisse nicht mehr so effektiv ausgeblendet werden kann wie in jüngeren Jahren. „Wahrscheinlich liegt diesem Problem ein Defizit in der zeitlichen Verarbeitung der Information im Gehirn zugrunde“, sagt Grothe. Die Ursache ist vermutlich ein Missverhältnis bestimmter Botenstoffe, die Informationen zwischen Nervenzellen übertragen. Medikamente, die die Botenstoffe wieder ins Gleichgewicht bringen, könnten daher altersbedingte Hörverluste effektiver therapieren als dies bisher möglich ist. (The Journal of Neuroscience, 6. Juli 2011)

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