Ludwig-Maximilians-Universität München
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Im Sog der Lockstoffe

Wie Zellen die Richtung wechseln

München, 04.07.2011

Viele Zellen höherer Organismen sind in der Lage, sich gezielt fortzubewegen. Gelotst werden sie dabei von chemischen Lockstoffen. Einem Team um Dr. Doris Heinrich von der Fakultät für Physik und dem „Center for NanoScience“ (CeNS) der LMU gelang es nun, einen neuen Versuchsaufbau zu entwickeln, mit dem ein ganzes Zellensemble schnell wechselnden Lockstoffgradienten ausgesetzt werden kann. „Mit diesem neuen experimentellen Ansatz können wir die räumliche und zeitliche Reaktion lebender Zellen auf Richtungsänderungen untersuchen und so einen völlig neuen Einblick in die zugrunde liegenden Signalwege gewinnen“, berichtet Heinrich. Dies hat auch hohe medizinische Relevanz, da die gezielte Fortbewegung von Zellen etwa für das embryonale Wachstum oder für die Immunabwehr essenziell ist. Die Wissenschaftler konnten sogar zeigen, dass es möglich ist, eine „chemotaktische Falle“ zu bauen, die Zellen durch sehr schnelle Änderungen des Lockstoffgradienten immobilisiert. (PNAS Early Edition, 27. Juni 2011)

 

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