Ludwig-Maximilians-Universität München
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Stärkekartoffeln sollen Dürren besser trotzen

Neues Projekt zur Verbesserung der Trockentoleranz

München, 21.06.2011

Kartoffeln sind nicht nur ein wertvolles Grundnahrungsmittel, sondern auch Lieferanten von Kartoffelstärke, die beispielsweise in der Papier- und Lebensmittelindustrie genutzt wird. Wie viel Stärke eine Kartoffel enthält, hängt allerdings stark vom lokalen Klima ab: Je trockener besonders der Frühsommer ist, desto mehr sinkt der Stärkegehalt. Der weltweite Klimawandel, durch den auch in unseren Breiten längere Trockenperioden prognostiziert werden, kann daher zu sinkenden Erträgen führen und den Anbau von Stärkekartoffeln unökonomisch machen. Professor Peter Geigenberger vom Department Biologie I der LMU ist nun an einem Verbundprojekt beteiligt, mit dem die methodischen Voraussetzungen zur Züchtung trockentoleranterer Stärkekartoffeln geschaffen werden sollen und erhält hierfür Fördermittel in Höhe von rund 130.000 Euro. Im Mittelpunkt des Verbundprojekts steht die Entwicklung molekularer Marker, mit denen sich später aus einer Vielzahl von Züchtungslinien diejenigen herausfinden lassen, die besonders trockenresistent sind – auf diese Weise könnten gezielt Kartoffeln mit dem gewünschten Merkmal „Trockentoleranz“ für die Weiterzucht genutzt werden. Das Projekt wird für drei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert. Beteiligt sind neben der LMU auch das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie, das Julius Kühn-Institut und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie neun Züchter aus der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e.V..

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