Ludwig-Maximilians-Universität München
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Hefeextrakt mit packender Wirkung

Neue Methode enthüllt grundlegende Mechanismen der DNA-Organisation

München, 20.05.2011

Im Elektronenmikroskop sieht die Anordnung der DNA im Zellkern aus wie eine Perlenkette: Das Erbgut liegt als Abfolge von Knäueln – sogenannten Nukleosomen – aus DNA und Histonproteinen vor, die durch Stücke freier DNA verbunden sind. Das Ablesen eines Gens erfordert Regionen freier DNA, daher gibt die Lage der Nukleosomen vor, welche Gene aktiv sind. Die strukturelle Verpackung der DNA beeinflusst somit alle grundlegenden Lebensvorgänge in der Zelle und steht stark im Fokus der Forschung. Dr. Philipp Korber und seinem Doktoranden Christian Wippo vom Adolf-Butenandt-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist nun in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Professor Franklin Pugh (Pennsylvania State University, USA) ein entscheidender Durchbruch gelungen: Zum ersten Mal gelang es den Wissenschaftlern, in einem künstlichen Laborsystem die biochemischen Prozesse nachzustellen, die die DNA-Perlenkette für ein ganzes Genom erzeugen. Dabei erhielten sie eine Nukleosomen-Verteilung, die derjenigen lebender Zellen entspricht – und zwar ohne dass lebende Zellen beteiligt waren. Zugleich zeigte sich, dass gängige Thesen zur DNA-Organisation wohl nicht zutreffen. „Das ist ein wirklicher Meilenstein, da wir nun erstmals die genomweiten Mechanismen der Nukleosomen-Positionierung biochemisch untersuchen können – also unter frei variablen und kontrollierten Bedingungen, wie es in lebenden Zellen nicht möglich wäre“, freut sich Korber. (Science, 20. Mai 2011)

 

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