Ludwig-Maximilians-Universität München
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Meeresschutzgebiete für chilenisch Patagonien

Biologin erhält Pew Fellowship für den Schutz der Fjorde

München, 17.05.2011

Dr. Vreni Häussermann vom GeoBioCenter der LMU und wissenschaftliche Leiterin der Huinay Scientific Field Station im Comau Fjord im chilenischen Patagonien hat ein mit 150.000 US-Dollar dotiertes 2011 Pew Fellowship in Marine Conservation erhalten. Häussermanns dreijähriges wissenschaftliches Forschungs- und Naturschutzprojekt wird in erster Linie darauf abzielen, ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten einzurichten, das die einzigartige Fjordregion Chiles bewahren soll. Mit 80.000 Kilometern Küstenlänge handelt es sich dabei um die längste Fjordregion der Welt mit einer reichen, aber bislang wenig erforschten Artenvielfalt – die nun zunehmend durch kommerzielle Projekte wie die Lachszucht bedroht ist. „Wir werden bei unserem Projekt unter anderem auf spezialisierte Software für Naturschutzplanung setzen, um vorrangig schützenswerte Standorte in der Fjordregion, aber auch um Daten- und Wissenslücken zu ermitteln“, sagt die Biologin. Häussermann studierte und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Im Jahr 2005 gewann sie den international ausgeschriebenen Hintelmann-Wissenschafts-Preis für Zoologische Systematik. Sie ist Organisatorin und Hauptherausgeberin des Buches Marine Benthic Fauna of Chilean Patagonia, des ersten umfassenden Bestimmungsführers für am Meeresboden lebende Oganismen in der Fjordregion. Die Pew Environment Group (www.PewEnvironment.org) ist der mit Naturschutz befasste Zweig des Pew Charitable Trusts, einer gemeinnützigen privaten Organisation, die sich dem öffentlichen Interesse widmet. Die Pew Fellowships in Marine Conservation finanzieren wissenschaftliche und andere Projekte, die sich mit den wichtigen Herausforderungen des Meeresschutzes auseinandersetzen.

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