Ludwig-Maximilians-Universität München
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Die Guten ins Töpfchen

Schnelles Wirkstoff-Screening dank mikroskaliger Thermophorese

München, 16.05.2011

Die Membran einer Zelle ist durchzogen von Rezeptor-Proteinen. Deren Aufgabe ist es, Informationen oder Moleküle in das Innere der Zelle zu transportieren. Dazu gehören auch Medikamente, sodass sich Wissenschaftler schon länger für das Wechselspiel von Rezeptoren und Molekülen interessieren. Bekannt ist, dass die Bindung solcher Wirkstoffe eine Signalkette auslösen kann, die am Ende den Stoffwechsel der kranken Zellen beeinflusst. Die Wirkstoffe sind im Vergleich zu den Rezeptoren sehr klein und ihre Bindung war daher bisher kaum nachweisbar. Ein neues an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München mitentwickeltes Verfahren ermöglicht den Wissenschaftlern jetzt, die Bindung potenzieller Wirkstoffe schnell, genau und direkt in Lösung zu testen. Die Entwicklung wurde möglich durch die enge Zusammenarbeit von LMU-Biophysikern des Exzellenzclusters „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM), dem LMU-Spin-Off NanoTemper sowie Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. (PNAS, 9. Mai 2011).

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