Ludwig-Maximilians-Universität München
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Warum Vitamin D bei Schuppenflechte hilft

Abwehrprotein der Haut stoppt neu entdeckten Entzündungsmechanismus

München, 12.05.2011

Silbrig schimmernde, stark schuppende Beläge auf der Haut, die jucken und spannen, kennzeichnen die Schuppenflechte (Psoriasis). Zwei Millionen Patienten leiden allein in Deutschland an dieser Erkrankung, die bei entsprechender genetischer Veranlagung durch eine überschießende Entzündungsreaktion auf Reizungen der Haut ausgelöst wird. Einen völlig neuartigen Mechanismus, wie diese Entzündungen zustande kommen, klärte nun die Forschungsgruppe um Dr. Jürgen Schauber vom Klinikum der Universität München auf: Die Wissenschaftler entdeckten, dass körpereigene DNA in der Zellsubstanz – sogenannte zytosolische DNA – einen Proteinkomplex aktiviert, der dann die weitere Entzündung vorantreibt. „Dieser Mechanismus kann allerdings auch ausgeschaltet werden, indem ein spezielles Abwehrprotein der Haut – das sogenannte Cathelicidin LL-37 – an die zytosolische DNA bindet“, sagt Schauber. Da Vitamin D die Produktion von Cathelidicin LL-37 in der Haut steigert, könnte dies die positive Wirkung von Schuppenflechte-Therapien mit Vitamin D-ähnlichen Substanzen erklären. Nun wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob sich der neu entdeckte Entzündungsweg auch über alternative Therapiestrategien beeinflussen lässt. (Science Translational Medicine, 11. Mai 2011)

 

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