Ludwig-Maximilians-Universität München
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Computerspiel sucht Kunstliebhaber

Gemälde finden und beschreiben mit ARTigo

München, 10.05.2011

In „Die Freiheit führt das Volk“ lässt Eugène Delacroix die Freiheit als sehr offenherzige junge Frau auftreten, die vermutlich jeder kennt. Was aber trägt die Dame eigentlich auf dem Kopf? Es ist eine phrygische Mütze – eine sogenannte „Freiheitsmütze“. Dieses und viele andere Details erschließen sich bei vielen Kunstwerken erst auf den zweiten Blick. Wer sein Auge schärfen möchte, hat dazu jetzt auf der Spieleplattform www.artigo.org Gelegenheit – und hilft so auch noch der Wissenschaft. Das Prinzip ist einfach: Die von Kunsthistorikern, Informatikern, Computer-Linguisten und Linguisten der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München konzipierten Spiele ARTigo und Memoria sammeln Schlagworte, die von Nutzern spontan beim Betrachten eines Kunstwerkes eingegeben werden. Zwei einander unbekannte Spieler werden jeweils zusammengeschaltet, um relevante Begriffe selektieren zu können: Ein Schlagwort wird nur dann in die Datenbank übernommen, wenn es unabhängig von beiden Nutzern genannt wird, die im Falle eines gemeinsamen Treffers Punkte erhalten. „Gerade für Kunstinteressierte bietet ARTigo eine gute Möglichkeit, ihr Wissen über Bilder, Künstler, Stile und Epochen spielerisch zu erweitern“, sagt der LMU-Kunsthistoriker und Projektleiter Professor Hubertus Kohle. „Wir aber profitieren von der Fantasie der Spieler und einer beständig anwachsenden Sammlung an Schlagworten.“ (suwe)

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