Ludwig-Maximilians-Universität München
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„Fiktionen für das Volk“

Zwei neue Bücher zu Journalisten und Zeitungen in der DDR

München, 19.04.2011

Wasserträger des Regimes, Weiterleiter und willfährige Propagandisten: Das Urteil über DDR-Journalisten ist längst gefällt, nicht zuletzt auch, weil sie ihrem Publikum oft genug unglaubwürdige und schlicht unlesbare Zeitungen zumuteten. Die LMU-Kommunikationswissenschaftler Professor Michael Meyen und Anke Fiedler haben nun mit „Fiktionen für das Volk“ und „Die Grenze im Kopf“ gleich zwei Bücher herausgegeben, in denen sie sich um eine etwas differenziertere Herangehensweise bemühen. „Ausschlaggebend war für uns, dass es auch 20 Jahre nach der Vereinigung keine Geschichte des Journalismus in der DDR gibt, also auch keine systematische Studie über diejenigen, die die Ideologie für den Tag übersetzt und unter die Leute gebracht haben“, sagt Meyen. „Dabei bezweifelt wohl niemand, dass der Herrschaftsanspruch der SED ausschließlich ideologisch begründet wurde. Ebenso unbestritten dürfte sein, dass die Unzufriedenheit mit der Informationspolitik der Partei- und Staatsführung eine der stärksten Wurzeln für den 89er Herbst war. Schon nach wenigen Gesprächen mit ehemaligen DDR-Journalisten wurde uns klar, dass sich hier ganz unabhängig vom konkreten Projektziel ein neues Forschungsfeld auftut.“

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