Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wenn Abwehrzellen reifen müssen

LMU-Mediziner beweisen Effektivität von Immuntherapie

München, 04.04.2011

Die körpereigene Immunabwehr gegen Tumoren kann durch eine Therapie mit sogenannten CpG-DNA-Oligonukleotiden – dies sind kurze Stücke des Erbmoleküls DNA – aktiviert werden. Diese Behandlung wird derzeit als mögliche Krebstherapie getestet. Manche Ergebnisse deuten nun aber darauf hin, dass die CpG-Therapie auch zu einer Zunahme sogenannter myeloider Suppressorzellen (MDSC) führen kann. Diese Immunzellen unterdrücken die Körperabwehr aktiv, was der Krebstherapie zuwiderlaufen würde. Wissenschaftler um die Privatdozentin Dr. Carole Bourquin von der Abteilung für Klinische Pharmakologie des Klinikums der Universität München konnten nun aber erstmals zeigen, dass die CpG-Therapie die MDSC ausschaltet, indem sie deren Reifung in Gang bringt. Die gereiften Zellen verlieren aber ihre immunsuppressive Wirkung. Damit ist die Frage, ob die CpG-Gabe die Zahl der MDSC steigert, nicht mehr ausschlaggebend, weil die Zellen im Gegenzug zur Reifung gebracht und somit „immunologisch unwirksam“ gemacht werden. Eine Behandlung mit CpG als unterstützende Maßnahme könnte sogar die Effektivität von anderen Immuntherapien steigern. „Dieser Befund ist essenziell im Hinblick auf eine mögliche therapeutische Nutzung von CpG-Oligonukleotiden“, betont Bourquin. Nun wollen die Wissenschaftler eine erfolgreiche Immuntherapie gegen Tumoren des Magen-Darm-Trakts entwickeln.

 

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