Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

„Fictions/Realities. New Forms and Interactions“

Wo getrennte Welten ununterscheidbar werden

München, 27.12.2011

„Fictions/Realities. New Forms and Interactions“: Schon der Titel des Buches, das der LMU-Theaterwissenschaftler Dr. Jörg von Brincken und die Literaturwissenschaftlerinnen Ute Gröbel und Irina Schulzki als zweiten Band der International Summer School-Reihe Fiction and Reality des Promotionsstudiengangs ProLit nun herausgegeben haben, ist eigentlich eine Unmöglichkeit. Schließlich sind „Fiktion“ und „Realität“ als getrennte Einheiten definiert, die sich gegenseitig mehr oder weniger ausschließen. Die „Interactions“ im Titel beziehen sich aber nicht nur auf die Begegnung zweier separater Domänen, sondern auch auf Prozesse der Hybridisierung, wo „alt“ und „neu“, „innovativ“ und „traditionell“ sowie „Fiktion“ und „Realität“ gelegentlich ununterscheidbar werden. Elf englischsprachige Artikel internationaler Nachwuchswissenschaftler aus Literatur-, Kunst-, Medien- und Theaterwissenschaft sind hier versammelt. Sie diskutieren – anhand fachübergreifender Untersuchungsgegenstände – unter anderem Schlüsselbegriffe der einzelnen Disziplinen wie Fiktion und Fiktionalität oder Realität und deren Darstellungsmodi. Das Themenspektrum ist breit angelegt: Ein Beitrag etwa zeigt, wie der Kontext die Bedeutung von Fotografien verändern kann. Aber auch die verschiedenen Genres der Harry Potter Fan Fiction werden aufgegriffen, während an anderer Stelle bestimmte Aspekte von „Reality Shows“ wie America´s Next Top Model beleuchtet werden – weil hier gerade authentisch scheinende Elemente oft choreographiert sind. (suwe)

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse