Ludwig-Maximilians-Universität München
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Gefährdete Geparden

Große genetische Unterschiede erschweren Artenschutz

München, 17.01.2011

Geparden aus dem Nordwesten Afrikas, dem Süden Afrikas und aus Asien unterscheiden sich genetisch viel stärker voneinander als bisher angenommen, dies konnte nun eine internationale Kooperation unter der Leitung von Pauline Charruau und Pamela Burger vom Institut für Populationsgenetik der Vetmeduni Vienna zeigen. Ebenfalls an der Studie beteiligt war Professor Joris Peters vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin der LMU. Nach Überprüfung und Dokumentation ihrer Artzugehörigkeit konnte er extrem seltene Gepardenknochen aus dem Mittelalter, die in der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie München lagern, zur genetischen Analyse beisteuern. Diese Untersuchung bestätigte letztlich die Ergebnisse zur großen genetischen Diversität bei Geparden. Für Artenschützer ist dies besonders alarmierend: Die Aufstockung stark reduzierter Populationen mit Tieren aus einer entfernten Region könnte damit problematisch sein, da genetische Besonderheiten verschwinden könnten, wenn sich die Tiere untereinander kreuzen. „Diese Besonderheiten sind aber vermutlich Anpassungen an den jeweiligen Lebensraum und das Nahrungsangebot dort“, sagt Burger. (Molecular Ecology online, 8. Januar 2011)

 

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