Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wirkstoffkandidaten im Blut testen:

Neue Messmethode analysiert Interaktionen kleinster Biomoleküle

München, 19.10.2010

Small Molecules, also niedermolekulare biologische Verbindungen, gelten als ideale Kandidaten für neue pharmazeutische Wirkstoffe, weil sie klein genug sind, um in Zellen einzudringen und dort ihre Wirkung zu entfalten. Ein Team um den LMU-Biophysiker Professor Dieter Braun und Wissenschaftler des LMU Spin-off NanoTemper Technologies GmbH haben nun eine Methode entwickelt, die erstmals die Interaktionen biologischer Moleküle aller und auch sehr unterschiedlicher Größen untersuchen lässt – selbst der bislang nur schwer zu erforschenden Small Molecules. Die „Microscale Thermophoresis“ (MST) reagiert dabei sensitiv auf Größenänderungen sowie auf Veränderungen von Wasserhülle und Ladung der Moleküle. „Wir können die Wechselwirkung von Bindungspartnern in nahezu jeglichem Größenverhältnis analysieren“, sagt Braun. „Dazu gehören auch einzelne, an Proteine gebundene Ionen oder interagierende Small Molecules. Wenn wir zudem Fluoreszenzfarbstoffe als Marker einsetzen, kann die Untersuchung direkt in Blut und anderen komplexen Flüssigkeiten durchgeführt werden.“ Die Methode wurde in Zusammenarbeit mit NanoTemper Technologies entwickelt und vom Exzellenzcluster Nanosystems Initiative Munich (NIM) gefördert. (Nature Communications, 19. Oktober 2010)

 

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