Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wie Religion bioethische Debatten beeinflusst

München, 07.10.2010

Ob Stammzellforschung, Gentechnik oder das Selbstbestimmungsrecht von Patienten am Lebensende: In bioethischen Diskussionen treffen häufig nicht nur sachliche Argumente, sondern auch unterschiedliche Weltanschauungen aufeinander. Privatdozent Dr. Friedemann Voigt, Leiter der Forschergruppe „Religion in bioethischen Diskursen“ an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat nun einen gleichnamigen Sammelband herausgegeben, in dem internationale Experten aus Theologie, Medizin und Recht jeweils aus ihrem spezifischen Blickwinkel betrachten, wie Religion bioethische Debatten beeinflusst. Dabei wird deutlich, dass selbst vor dem Hintergrund gleicher theologischer Traditionen die Positionen oft weit auseinandergehen. Dies gilt umso mehr, wenn verschiedene Religionen und Nationalitäten berücksichtigt werden müssen. Dieser vergleichende Ansatz sei für die Bewertung bioethischer Fragestellungen sehr wertvoll, betont Voigt, „denn die Anerkennung der relativen Berechtigung anderer Ansichten schließt einseitige und rücksichtslose Optionen von vorneherein aus“.

 

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