Ludwig-Maximilians-Universität München
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Stützzellen gezielt in spezifische Neuronen umgewandelt

Fortschritt auf dem Weg zur Therapie geschädigter Hirnzellen

München, 19.05.2010

Der Arbeitsgruppe von Professor Magdalena Götz von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und vom Helmholtz Zentrum München ist ein großer Schritt auf dem Weg zu einer Therapie neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer oder Schlaganfall gelungen.  Das Forscherteam konnte Stützzellen des Gehirns, die Astroglia, gezielt in erregende oder hemmende Neuronen umwandeln und damit in zwei verschiedene funktionelle Hauptklassen von Nervenzellen. Dies gelang durch das selektive Einschleusen einzelner Proteine, sogenannte Transkriptionsfaktoren, die das Ablesen der Erbsubstanz regulieren. Neurone übertragen im Gehirn die Information, während Astroglia als Stützgerüst dienen und am Stoffwechsel beteiligt sind. „Die neu geschaffenen Neuronen können sogar funktionierende Synapsen ausbilden, die – je nach verwendetem Transkriptionsfaktor – erregend oder hemmend wirkende Überträgersubstanzen ausschütten “, sagt Dr. Benedikt Berninger, federführender Autor der Publikation. Die Resultate ermutigen die Wissenschaftler, ihren Ansatz, aus im Gehirn vorhandener Glia neue Nervenzellen zu gewinnen, weiter zu verfolgen, um so Therapien für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer zu finden. (PloS Biology, 18. Mai 2010)

 

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