Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Geschlechtsspezifische Krankheitsrisiken werden im Mutterleib vorprogrammiert:

Internationale Konferenz zum „Early Nutrition Programming“

München, 07.05.2010

Eine Schwangerschaft stellt die weibliche Physiologie vor ein biologisches Dilemma: Einerseits gilt es, ein gesundes und kräftiges Kind zur Welt zu bringen. Andererseits soll dadurch die Gesundheit der Mutter nicht gefährdet werden. Eine Anzahl von spezifischen Genen, die sie an ihr Kind weitergibt, übernimmt daher die Aufgabe, die Ansprüche des Kindes auf ein für ihren Körper verträgliches Maß zu beschränken. Diese sogenannten „imprinted genes“ tragen eine spezielle „Prägung“, die ihre Aktivität maßgeblich beeinflusst. Die vom Vater vererbten Kopien dieser Gene sind dagegen darauf angelegt, möglichst viele Ressourcen für das Kind freizusetzen – möglicherweise auch auf Kosten der Mutter. Dieser frühe „Geschlechterkampf“ auf genetischer Ebene kann weitreichende Folgen für die Gesundheit der Nachkommen im späteren Leben haben. Auf der internationalen Konferenz The Power of Programming, die in München vom 6. bis 8. Mai stattfindet, werden neue Daten präsentiert, die diese Ansicht stützen. Die Tagung ist Teil des EU geförderten Projekts EARNEST (Early Nutrition Programming).

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse