Ludwig-Maximilians-Universität München
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EU-Förderung in Millionenhöhe:

LMU-Mediziner koordiniert Projekt zum Nebennierenkrebs

München, 04.05.2010

Nahezu jedes menschliche Gewebe kann bösartige Tumoren ausbilden, auch die Nebenniere. Zwei Krebsarten dieser Hormondrüse, das Nebennierenrindenkarzinom und das maligne Phäochromozytom, lösen häufig eine ungebremste Produktion von Nebennierenhormonen aus, die mit spezifischen Symptomen einhergehen. „Meist wird die Erkrankung dennoch zu spät für eine vollständige operative Entfernung des Tumors diagnostiziert“, sagt der LMU-Mediziner Professor Felix Beuschlein. „Auch wenn dann noch alle anderen therpeutischen Maßnahmen ausgeschöpft werden, ist die Prognose für die Patienten in beiden Fällen leider immer noch schlecht.“ Unter der Leitung des Endokrinologen sollen die Tumorerkrankungen der Nebenniere nun in einer europaweiten Kooperation erforscht werden, die von der EU in den nächsten fünf Jahren mit sechs Millionen Euro gefördert wird. „Wir wollen zum einen die klinische Situation der Patienten durch mehrere Studien verbessern“, so Beuschlein. „Die hochqualifizierte Betreuung der Betroffenen soll zudem durch die Verknüpfung europäischer Zentren zu neuen Strukturen langfristig gesichert werden.“

 

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