Ludwig-Maximilians-Universität München
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„So sorry, Lyonnais...“

Heimrecht im Rückspiel hat keinen Einfluss auf Fußballerfolg

München, 26.04.2010

Die eigenen Fans kreischen, und der Rasen unter den Füßen ist bestens bekannt: Im Fußball gilt bei KO-Spielen Heimrecht im Rückspiel als großer Vorteil für eine Mannschaft. Zu Unrecht, wie die drei LMU-Statistiker Manuel Eugster, Jan Gertheiss und Sebastian Kaiser nun in einer Analyse aller KO-Spiele der Champions League seit der Saison 1994/1995 herausgefunden haben. „Mit Hilfe einer sogenannten logistischen Regression konnten wir zeigen, dass durch Heimrecht im Rückspiel zumindest statistisch gesehen keinerlei Vorteil entsteht“, berichtet Sebastian Kaiser vom Institut für Statistik der LMU. „Eine einfache Auszählung der Sieger mit Heimrecht im Rückspiel ergibt zwar ein Ergebnis von 57 Prozent. Dieser scheinbare Vorteil verschwindet aber, wenn man berücksichtigt, dass im Achtelfinale der Champions League immer ein Gruppensieger gegen einen Gruppenzweiten spielt - und das stärkere Team im Rückspiel das Heimrecht hat.“ Insgesamt zeigte sich, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit in erster Linie von der Stärke der Mannschaft abhängt, das Heimrecht im Rückspiel aber keinen Einfluss hat. „Der FC Bayern geht damit uneingeschränkt als Favorit in das Rückspiel in Lyon“, so Kaiser. (http://epub.ub.uni-muenchen.de/11483)

 

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