Ludwig-Maximilians-Universität München
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Jenseits des Quantenlimits

Physiker erzeugen erstmals verschränkte Zustände von Atomen auf Mikrochip

München, 06.04.2010

Im Mikrokosmos, dem Reich der Quantenphysik, regiert der Zufall. Denn das Verhalten der Quantenteilchen lässt sich nicht wie in der klassischen Physik mit Bestimmtheit, sondern nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen. Das sich daraus ergebende „Quantenrauschen“ beeinträchtigt die Messgenauigkeit der besten Atomuhren und Interferometer. Gelingt es jedoch, die Quantenteilchen miteinander zu verschränken, so lässt sich König Zufall ein Schnippchen schlagen. Einen Durchbruch auf diesem Gebiet erzielte jetzt ein Team von Wissenschaftlern der LMU und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik unter Leitung von Professor Theodor W. Hänsch und Professor Philipp Treutlein. Den Wissenschaftlern gelang es erstmals, verschränkte Zustände von Atomen auf einem Mikrochip zu erzeugen. Damit lässt sich die Präzision von kompakten, chip-basierten Atomuhren oder Interferometern erheblich steigern. Weitere mögliche Anwendungen der neuen Technik könnten Mikrochip-basierte Quantencomputer sein. Die Experimente in München wurden in Kooperation mit theoretischen Physikerinnen um Dr. Alice Sinatra von der Ecole Normale Supérieure (ENS) in Paris durchgeführt. (Nature, Advance Online Publication, DOI: 10.1038/nature08988)

 

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