Ludwig-Maximilians-Universität München
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Auf den Nanopunkt gebracht

Neue Farbstoffsonden erhöhen mikroskopische Auflösung

München, 01.02.2010

Wissenschaftler arbeiten häufig mit Fluoreszenzsonden, um den Aufbau einzelner Zellen zu entschlüsseln. Diese Farbstoffe binden gezielt an bestimmte Moleküle in der Zelle und senden nach Anregung durch Laserlicht Fluoreszenzstrahlung zurück. In winzigen Schritten fährt ein Mikroskop über die Probe und registriert digital alle Fluoreszenzsignale. Damit sind auch die markierten Moleküle erfasst und die Signale können zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden. Doch die Auflösung der Apparatur ist nicht optimal, denn ein Laserstrahl besitzt einen Durchmesser von gut zweihundert Nanometern. Dadurch regt er parallel mehrere benachbarte Sonden an, und ihr Leuchten überlagert sich. Forscher um den LMU-Physiker Professor Philip Tinnefeld stellen nun eine elegante Lösung für dieses Problem vor. Sie haben Sonden entwickelt, die von Molekülen umgeben sind, die bis zu einem bestimmten Grad die Anregungsleistung absorbieren. So wird verhindert, dass das eigentliche Sondenmolekül fluoresziert. Nur das Zentrum des Laserstrahls liefert so viel Leistung, dass die Kapazität dieser Akzeptormoleküle erschöpft wird und die Sonde fluoresziert. Dies verhindert, dass sich die Fluoreszenz benachbarter Sonden überlagert, und ermöglicht die genaue Lokalisierung der Sonden. Wissenschaftler erhalten so einen immer detaillierteren Einblick in den Aufbau einzelner Zellen. (Nanoletters online, Januar 2010)

 

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