Ludwig-Maximilians-Universität München
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Genomweite Assoziationsstudien:

Neun neue Genvarianten stören den Herzrhythmus

München, 11.01.2010

Eine noch junge, aber erfolgversprechende Methode hält weltweit Einzug in die Labore der Humangenetiker und der genetischen Epidemiologen: In genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) können die Forscher erkrankungsassoziierte Gene und ihre natürlich vorkommenden häufigen Varianten identifizieren, die in der Allgemeinbevölkerung das Erkrankungsrisiko für Volkskrankheiten erhöhen. Mit diesem Ansatz erforschten die Teams der LMU-Mediziner Dr. Stefan Kääb sowie Dr. Arne Pfeufer vom Klinikum rechts der Isar der TU München sowie Kollegen vom Helmholtz Zentrum München in internationaler Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus 48 Forschungszentren Regionen im Erbgut, die eine Veranlagung zu Veränderungen im PQ-Intervall, einer Messstrecke aus dem EKG, bewirken. Die Wissenschaftler entdeckten dabei neun Genvarianten, die ihre Träger zu Veränderungen im Herzrhythmus prädisponieren. Die Erkenntnisse sollen zu einer Verbesserung der individualisierten Medizin genutzt werden und zur Entwicklung neuer medikamentöser Therapieformen gegen Vorhofflimmern.  (Nature Genetics online, 10. Januar 2010)

 

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