Ludwig-Maximilians-Universität München
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Gefährlicher Grenzverkehr:

Wie aggressive Zellen in das Gehirn eindringen

München, 15.10.2009

Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose dringen Zellen des Immunsystems in das Hirngewebe ein, wo sie großen Schaden anrichten. Lange Zeit war es ein Rätsel, wie diese Zellen den Blutstrom verlassen können, denn Blut- und Nervensystem sind normalerweise durch spezielle Blutgefäßwände voneinander getrennt. Dass die Immunzellen dennoch zu den Nervenzellen vordringen können, war bisher nur durch Gewebeschnitte belegt. Nun konnte ein Team um Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München die Bewegungen dieser Zellen erstmals "live" unter dem Mikroskop beobachten. Dabei kamen ganz neue Verhaltensweisen der Immunzellen ans Licht. Die Erkenntnisse tragen entscheidend zu unserem Verständnis der komplexen Krankheit bei. (Nature, 14. Oktober 2009)

 

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