Ludwig-Maximilians-Universität München
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Mit explosiver Gewalt

Forscher ermitteln Geschwindigkeit aufsteigenden Magmas

München, 08.10.2009

Plinianische Vulkanausbrüche sind berüchtigt: Diese hochexplosiven Eruptionen treten oft nach langen Ruheperioden auf und kündigen sich im Vorfeld nur durch kurze Phasen der Unruhe an. Vulkane, die zu dieser Art von Ausbrüchen neigen, sind der Vesuv in Italien, der Pinatuboauf den Philippinen oder der Mount St. Helens in den USA.  Nun ist es dem Geowissenschaftler Donald Dingwell von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zusammen mit dem Geologen Jonathan Castro von der Universität Orléans in Frankreich erstmals gelungen, die Geschwindigkeit der aufsteigenden Gesteinsmassen bei einer plinianischen Eruption experimentell zu ermitteln. Dazu verwendeten die Forscher Gesteinsmaterial, das beim Ausbruch des südchilenischen Vulkans Chaitén im Mai 2008 ausgeworfen wurde. Die experimentellen Analysen ergaben, dass das Magma aus dem Inneren des Vulkans innerhalb von nur vier Stunden bis zur Oberfläche aufgestiegen sein muss. Dies wirft die Frage auf, ob rechtzeitige Warn- und Evakuationsmaßnahmen bei solchen Vulkanen überhaupt möglich sind (Nature online, 8. Oktober 2009).

 

 

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