Ludwig-Maximilians-Universität München
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Für und wider den Heißhunger

Wie ein wenig bekanntes Hormon das Körpergewicht beeinflusst

München, 28.09.2009

Übergewicht betrifft inzwischen etwa 65 Prozent der Erwachsenen in Deutschland, rund 20 Prozent sind von Adipositas oder Fettleibigkeit betroffen. Neben anderen Hormonen wie Insulin spielen auch so genannte Melanocortine bei der Regulierung des Körpergewichts eine Rolle. Ihre Bindung an den zugehörigen Rezeptor hat eine appetithemmende Wirkung. Gleichzeitig existiert ein weiteres Hormon, das sogenannte AGRP, das bei Bindung an den gleichen Rezeptor appetitfördernd wirkt. Wissenschaftler um Dr. Andreas Breit und Professor Thomas Gudermann von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München haben nun entdeckt, dass AGRP diese Funktion nicht nur durch einen passiven, sondern durch einen aktiven Wirkmechanismus ausübt. Die Forscher hoffen, durch das Verständnis der beteiligten Prozesse in Zukunft Medikamente entwickeln zu können, die Übergewicht gezielt entgegenwirken. Die Forschungsgruppe um Breit ist seit September 2008 an der LMU und war zuvor im Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Philipps-Universität in Marburg tätig, wo ein Teil der Arbeiten durchgeführt wurde. (The Journal of Biological Chemistry, 25. September 2009).

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