Ludwig-Maximilians-Universität München
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Feige Mordmaschinen

Tyrannosaurus jagte wohl in der Kinderstube

München, 05.08.2009

Zwei Titanen, die sich einen blutigen Kampf liefern – der nicht selten für beide tödlich endet. So werden große Raubsaurier im Kampf mit ihrer vermeintlichen Beute, den mindestens ebenso großen Pflanzenfressern, meist dargestellt. Ein derartiges Jagdverhalten ist durch Fossilienfunde aber nicht zweifelsfrei belegt. Vielmehr deuten die versteinerten Überreste der Raubsaurier eher an, dass sich die großen Fleischfresser, die Theropoden, vor allem auf eine kleinere Version dieser Beutetiere spezialisierten: Der LMU-Paläontologe Dr. Oliver Rauhut und sein Mitarbeiter Dr. David Hone vermuten, dass Tyrannosaurus und Co vor allem Jagd auf Jungtiere machten. „Anders als ihre erwachsenen und sehr wehrhaften Verwandten konnten diese Tiere den Raubsauriern kaum gefährlich werden“, sagt Rauhut. „Außerdem hätten die zarten Knochen der Jungtiere den Fleischfressern wertvolle Mineralien geliefert. Wir hoffen jetzt auf weitere Fossilfunde, die unsere Hypothese untermauern.“ (Lethaia online, 3. August 2009)

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