Ludwig-Maximilians-Universität München
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Frühe Familienbande

Kein Schwamm im Stammbaum des Menschen

München, 02.04.2009

Schon seit der Zeit von Charles Darwin bemühen sich Forscher, den „Stammbaum des Lebens“ zu rekonstruieren und die Entwicklung von Tier- und Pflanzenarten im Lauf der Evolution zu verstehen. Was die Wirbeltiere betrifft, ist diese Forschung schon relativ weit fortgeschritten. Umstritten sind dagegen die Verwandtschaftsbeziehungen von Großgruppen von Tieren, die sehr früh in der Evolution, wahrscheinlich im späten Präkambrium vor ca. 650 bis 540 Millionen Jahren, entstanden sind. Nun ist es einem internationalen Forscherteam unter der Leitung des LMU-Geobiologen Professor Gert Wörheide gelungen, die Verwandtschaft zwischen einigen dieser frühen Arten mit hoher Sicherheit aufzuklären. In der bisher umfassendsten Studie dieser Art konnten die Forscher unter anderem zeigen, dass alle Schwämme von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen, der jedoch kein Vorfahr der Wirbeltiere ist. Auch der Mensch stammt damit nicht vom Schwamm ab, wie von manchen Wissenschaftlern vermutet wurde. Zudem legen die Ergebnisse nahe, dass sich das Nervensystem nur einmal im Lauf der Evolution entwickelt hat. (Current Biology online, 2. April 2009).

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