Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Sich selbst nicht fremd werden

Dendritische Zellen sorgen für immunologische Toleranz

München, 16.03.2009

Fremd von Eigen zu unterscheiden, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Immunsystems. Kommt es dabei zu Störungen, werden körpereigene Strukturen angegriffen und Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 1 und Multiple Sklerose können entstehen. Schutz vor diesen Leiden bietet nur die Vernichtung aller Immunfaktoren, die sich gegen körpereigenes Gewebe richten – die immunologische Toleranz. Ein Team um den LMU-Forscher Dr. David Vöhringer hat nun untersucht, welche Rolle die Dendritischen Zellen bei diesem Prozess spielen. Seit längerem wird vermutet, dass diese für die Körperabwehr wichtigen Zellen auch für die Entstehung und Aufrechterhaltung der immunologischen Toleranz essentiell sind. „Wir haben Mäuse untersucht, denen dieser Zelltyp von Geburt an fehlt“, berichtet Vöhringer. „Es hat sich gezeigt, dass bei diesen Tieren Immunzellen überleben, die körpereigenes Gewebe angreifen und so Autoimmunität auslösen. Die Dendritischen Zellen leisten also einen entscheidenden Beitrag zum Schutz vor Autoimmunerkrankungen.“ (Journal of Experimental Medicine, 16. März 2009)

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse