Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Auf der Suche nach einer neuen Universalgrammatik:

Deutsch-britisches Forschungsprojekt bewilligt

München, 13.03.2009

Sprache, so die seit 400 Jahren vorherrschende Sichtweise, ist ein Ausdrucksmittel für von ihr unabhängige Gedanken. Sprachliche Zeichen stehen stellvertretend für den bezeichneten Gegenstand und sind dabei arbiträr, also willkürlich, mit diesem verknüpft – eine Verbindung, die durch Übereinkunft und Konventionen reguliert wird. Es gibt jedoch eine ältere sprachwissenschaftliche Tradition aus dem 13. Jahrhundert, für die Sprache nicht arbiträr ist. Das neue Forschungsprojekt „Uncartesianische Linguistik“ knüpft an diese Tradition an und will zeigen, dass Sprache eben nicht Gedanken ausdrückt, sondern diese vielmehr erst generiert. Vor diesem Hintergrund wollen Forscherinnen und Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und der Durham University, Großbritannien, gemeinsam eine neue Konzeption von Universalgrammatik erarbeiten. Unterstützt werden sie dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und ihrem britischen Pendant Arts & Humanities Research Council (AHRC). An der LMU ist Professor Elisabeth Leiss, Lehrstuhl für Germanistische Linguistik, verantwortlich, an der Durham University leitet Professor Wolfram Hinzen das Projekt.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse