Ludwig-Maximilians-Universität München
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Erbmasse ohne Berührungsängste

Wie sich elterliche Chromosomen im Zellkern anordnen

München, 10.02.2009

Halb der Papa und halb die Mama: In all unseren Körperzellen finden sich zwei komplette Gensätze – einer von der Mutter und einer vom Vater vererbt. Die somit doppelt vorhandenen genetischen Anlagen bestimmen weitgehend die Vorgänge in unserem Organismus. Wann, wo und wie ein Gen aktiv ist, regulieren wiederum vor allem sogenannte epigenetische Faktoren, die von außen auf das genetische Material wirken. Für die Regulierung wichtig ist auch die dreidimensionale Anordnung der Chromosomen und damit die Frage, ob das von beiden Eltern vererbte genetische Material räumlich getrennt oder durchmischt im Zellkern vorliegt. Einem Team von LMU-Forschern unter der Leitung von PD Dr. Steffen Dietzel gelang nun in Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Kollegen der Nachweis, dass sich bei Säugern die von den Eltern vererbten Gensätze in den Körperzellen in der Regel wohl durchmischen. „Dieses aus epigenetischer Sicht interessante Ergebnis wirft aber neue Fragen auf“, berichtet Dietzel. „So weiß man etwa, dass in bestimmten Mäusezellen die genetischen Anlagen sehr wohl getrennt vorliegen. Warum dies so ist und wie dies erreicht wird, bleibt zunächst unklar.“ (Chromosoma, Februar 2009)

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