Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ötzis letzte Tage

Gletschermann wurde möglicherweise zweimal attackiert

München, 28.01.2009

Es ist ein weiteres Kapitel in einem mehr als 5000 Jahre alten Mordfall: Neue Untersuchungen eines LMU-Forscherteams in Zusammenarbeit mit einem Bozener Kollegen rekonstruieren die Chronologie der Verletzungen, die sich der als Eismumie konservierte Gletschermann Ötzi in seinen letzten Tagen zugezogen hat. So überlebte er den Pfeilschuss in seinen Rücken tatsächlich nur für sehr kurze Zeit – wenige Minuten bis höchstens einige Stunden –, erlitt wohl kurz vor seinem Tod aber auch einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand auf den Rücken. Die Schnittwunde an seiner Hand ist dagegen einige Tage älter. „Wir können jetzt erstmals Informationen über das Alter und den Zeitverlauf der Verletzungen liefern“, berichtet Professor Andreas Nerlich, Leiter der Studie. „Damit ist klar, dass Ötzi mindestens zwei Verletzungsereignisse in seinen letzten Tagen erlebt hat, was möglicherweise auf zwei getrennte Attacken schließen lässt. Obwohl die Eismumie schon vielfach untersucht worden ist, gibt es immer noch neue Ergebnisse. Der Krimi um Ötzi bleibt spannend!“ (Intensive Care Medicine online, Januar 2009)

 

Pressemitteilung

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