Ludwig-Maximilians-Universität München
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Zwiegespalten auf böser Mission

Wie ein wichtiger Tumorfaktor Krebswachstum fördert

München, 13.01.2009

Krebszellen stammen von normalen Körperzellen ab und sind deshalb vom Immunsystem wie auch der Medizin so schwer zu bekämpfen. Einige Unterschiede – die als therapeutische Angriffspunkte dienen könnten – gibt es aber. So wird etwa das Transmembranprotein EpCAM, kurz für „Epithelial Cell Adhesion Molecule“, besonders häufig und in stark erhöhter Zahl von Tumorzellen produziert. Für die Patienten bedeutet dieser Befund oft eine verminderte Überlebenszeit. Bislang aber war unklar, welche molekularen Funktionen EpCAM in den Tumorzellen übernimmt. Ein internationales Team unter der Leitung Dr. Olivier Gires vom Helmholtz Zentrum München (Klinische Kooperationsgruppe Molekulare Onkologie) und von der LMU konnte nun in Zusammenarbeit mit der Firma Micromet zeigen, wie das Molekül die Zellteilung – und damit das Krebswachstum – fördert. „Diese Funktion von EpCAM könnte erklären, warum das Protein so häufig und verstärkt in Tumorzellen produziert wird“, sagt Gires. „Das Protein dient bereits als Zielmolekül für therapeutische Antikörper, die derzeit als potentielles Krebsmedikament getestet werden. Dank der neuen Erkenntnisse zur Funktion von EpCAM sollte die Arbeit an Therapeutika aber deutlich verbessert und die Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen erleichtert werden.“ (Nature Cell Biology online, 11. Januar 2009)

 

Pressemitteilung

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