Ludwig-Maximilians-Universität München
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Die Molekülfabrik der Zukunft

Synthetische Nanobauwerke per Selbstorganisation

München, 13.11.2008

Im Innern von Zellen ordnen sich Enzyme von selbst an und bilden so molekulare Fabriken, die zum Beispiel im Stoffwechsel eine wichtige Rolle spielen. Die Natur erreicht dies durch das grundlegende Prinzip der molekularen Selbstorganisation, das auf kleinstem Raum und äußerst effizient funktioniert. Wie wäre es, dieses Prinzip zu nutzen, um so eine „Molekülfabrik“ einfach nachzubauen? Münchner Wissenschaftler um Professor Hermann Gaub von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sind diesem Ziel einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Mit einem Rasterkraftmikroskop können sie Moleküle im Labor in vorgegebenen Strukturen auf wenige Nanometer, also Millionstel Millimeter genau, zu Mustern anordnen. In einem zweiten Schritt dienen diese Muster dann als „Grundmauern“ für komplexere Strukturen, die sich selbstständig anordnen. Ein Vorteil der Methode: Der Zusammenbau der Moleküle lässt sich live beobachten, so dass Fehler sofort korrigiert werden können. (Nano Letters 2008, 8 (11))

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