Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wenn ein Treibhausgas baden geht

Wie das Erdmagnetfeld unser Klima beeinflusst

München, 06.10.2008

Seit Jahren gibt es die Vermutung, dass das Erdmagnetfeld Einfluss auf das Klima und die Temperaturen auf der Erde nehmen kann. Wie dieser Zusammenhang zustande kommt, war jedoch unklar. Forscher von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München haben nun einen möglichen Mechanismus entdeckt, der den Einfluss des Magnetfelds auf das Klima erklären könnte. Der Biophysiker Alexander Pazur und der Geophysiker Michael Winklhofer beobachteten, dass Meerwasser weniger Kohlendioxid aufnehmen kann, wenn die Einwirkung eines Magnetfelds schwächer ist. Dies könnte zur Folge haben, dass mehr CO2 in die Erdatmosphäre gelangt. Kohlendioxid gilt als Treibhausgas, das zu einer möglichen Klimaerwärmung beiträgt. Zwar war die hier beobachtete CO2-Menge im Vergleich zum Kohlendioxid-Ausstoß durch den Menschen relativ gering – aber deutlich größer als etwa die Freisetzung von CO2 durch Vulkane. „Das Erdmagnetfeld hat sicher keinen allzu großen Einfluss auf die Temperaturen auf der Erde“, meint Winklhofer. „Dennoch könnte die Berücksichtigung dieses Faktors dazu beitragen, Klimamodelle zu verbessern“, sagt Winklhofer. (Geophysical Research Letters, Vol. 35, No. 16)

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