Ludwig-Maximilians-Universität München
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Auto oder Fußgänger – Wie wir Objekten mit den Augen folgen

München, 02.10.2008

Wenn sich ein Objekt bewegt, folgen wir mit den Augen: Passend dazu berechnet das Gehirn die Geschwindigkeit des Objektes und passt die Augenbewegung an. Dies allein ist schon eine enorme Leistung, aber unser Gehirn kann noch mehr. Ein Auto beschleunigt oder bremst schneller als etwa ein Fußgänger. Dementsprechend reagiert auch die Steuerung der Augenbewegung sensitiver auf Änderungen in der Geschwindigkeit bei schnellen als bei langsamen Objekten. „Gain Control“ oder Verstärkungskontrolle heißt das seit längerem bekannte Phänomen, das ein Team um Privatdozent Dr. Stefan Glasauer vom Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München erstmals genauer analysiert hat. Die Forscher analysierten, wo im Gehirn die Verstärkungskontrolle berechnet wird, und welche neuronalen Verschaltungen diesem komplexen Prozess zugrunde liegen. Die Ergebnisse wurden in einem mathematischen Modell postuliert, experimentell überprüft – und könnten bei der Diagnose von Augenbewegungsstörungen helfen. (Cerebral Cortex, October 1, 2008)

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