Ludwig-Maximilians-Universität München
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Nadeln beim Hindernislauf

Dünne Nanofasern in paradoxer Zickzack-Bewegung

München, 25.09.2008

In der Nanotechnologie werden derzeit Systeme aus langen, dünnen Fasern sehr intensiv untersucht. Ein Team von LMU-Physikern am Lehrstuhl für Statistische Physik von Professor Erwin Frey hat nun das Verhalten dieser Strukturen genauer analysiert. Weil die Fasern in Bewegung kollidieren, kommt es normalerweise zu einer starken gegenseitigen Behinderung, wie man es etwa auch von Molekülen in Flüssigkeiten kennt. Die Physiker konnten nun aber einen unerwarteten, neuen Effekt nachweisen: Die Diffusion der Fasern wird trotz der Behinderung nicht langsamer, sondern die Fasern bewegen sich sogar bis zu über 100mal schneller als erwartet – und zwar in einer weiträumigen Zickzackbewegung. „Die Spuren der Bewegung ähneln denen eines Schlittschuhläufers“, berichtet Privatdozent Dr. Thomas Franosch. „In unserer Arbeit konnten wir die grundlegenden Mechanismen der erhöhten Diffusion erklären. Wir erwarten, dass diese Ergebnisse zu weiterer herausfordernder Grundlagenforschung führen werden.“ (Physical Review Letters, 19. September 2008)

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