Ludwig-Maximilians-Universität München
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Krebszellen mit langem Atem

Dem Ursprung von Hirntumoren bei Kindern auf der Spur

München, 12.08.2008

Das Medulloblastom gehört zu den häufigsten und auch zu den bösartigsten Gehirntumoren bei Kindern und Jugendlichen. Die Geschwulste wachsen sehr schnell, und fast die Hälfte der Patienten erliegt langfristig dem Leiden. Die Prozesse, die zur Entstehung der Tumore führen, waren bislang nicht im Detail bekannt. Dem LMU-Mediziner Dr. Ulrich Schüller ist nun in Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftlerteams gelungen, in zwei Studien molekulare Mechanismen aufzudecken, die zur Entwicklung der Kleinhirntumoren führen. Wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Cancer Cell“ berichtet, lösten die Forscher in Zellverbänden im Gehirn von Mäusen genetische Veränderungen aus, um das Wachstum von Tumoren zu provozieren. Dabei zeigte sich, dass nur aus einem Zelltyp Medulloblastome entstanden, den sogenannten Körnerzellen – und nur, wenn diese bereits voll entwickelt waren. „Derzeit werden Medulloblastome mit unspezifischen Methoden behandelt“, so Schüller. „Unsere Ergebnisse könnten dazu beitragen, gezielte Therapien zu entwickeln und so die Behandlung von Kleinhirntumoren bei Kindern zu verbessern.“

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