Ludwig-Maximilians-Universität München
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LMU-Biologin erhält eine Million Euro EU-Förderung

München, 01.08.2008

Der „European Research Council (ERC)“ fördert zukunftsweisende Grundlagenforschung, indem er herausragende, besonders kreative Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützt. Dr. Katja Sträßer vom Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München war in einem erstmals von der EU ausgeschriebenen Programm für Nachwuchswissenschaftler erfolgreich. Sie ist eine von nur 300 Antragstellern, deren Projekt aus europaweit rund 10.000 Projektanträgen ausgewählt wurde. Sträßer erhält nun knapp eine Million Euro über fünf Jahre. Die Biologin untersucht die Genexpression, also die Umsetzung von genetischer Information in Proteine. Gene sind Abschnitte des Erbmoleküls DNA, die jeweils die Bauanleitung für ein Protein tragen. „Mich interessiert vor allem, wie die einzelnen Schritte der Genexpression gekoppelt sind“, berichtet Sträßer. „Denn das zeigt, wie die Umsetzung von genetischer Information kontrolliert und reguliert wird.“ In einer vorangegangenen Arbeit konnte sie bereits zeigen, dass das Ctk1-Protein bei verschiedenen, auch zeitlich und räumlich getrennten Stufen der Genexpression eine Rolle spielt. Im jetzt bewilligten Projekt will sie deshalb die Funktionen dieses Moleküls genauer untersuchen und weitere Faktoren identifizieren, die verschiedene Bereiche der Genexpression verbinden. Die Genexpression als Abfolge relativ getrennter Schritte ist schon gut untersucht. Die Kopplung verschiedener Bereiche ist aber ein ganz neuer Mechanismus zur Regulation dieser zentralen Vorgänge – nicht zuletzt auch beim Menschen.

Pressemitteilung

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