Ludwig-Maximilians-Universität München
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Helfer mit Hemmungen

Neue Beta-Lactone mit antibiotischem Potential

München, 01.07.2008

Der Familie der Lactone gehören Vertreter mit vielen Talenten an. So hemmen einige dieser Verbindungen Enzyme in Bakterien oder Viren und sind daher aussichtsreiche Kandidaten für die Entwicklung neuer Medikamente. Bislang allerdings war wenig über die zellulären Angriffspunkte dieser Naturstoffe bekannt. Wie Dr. Stephan Sieber und Thomas Böttcher von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München am Exzellenzcluster „Center for integrated Protein Science Munich (CIPSM)“ in der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten, konnten sie mit Hilfe einer aufwändigen Technik, dem „activity based protein profiling“ oder ABPP, verschiedene bakterielle Enzyme identifizieren, die durch Beta-Lactone gehemmt werden. „Darunter waren auch Enzyme, die für die krankmachende Wirkung der Bakterien relevant sind“, berichtet Sieber. „Möglicherweise lassen sich in Zukunft mit Hilfe der Beta-Lactone Infektionskrankheiten bekämpfen, die wegen der zunehmenden Resistenzen der Bakterien gegenüber herkömmlichen Antibiotika immer schlechter zu behandeln sind.“

Pressemitteilung

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