Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ein neuer Rekord in der Kurzzeittechnologie –

Ultraschneller Blick in Atome und Moleküle

München, 20.06.2008

Wer Bewegungen von Elektronen in Atomen beobachten will, der muss schnell sein. Ein Forscherteam unter der Leitung von Professor Ferenc Krausz vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) und von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie von Professor Ulf Kleineberg von der LMU hat eben diese Fähigkeit erneut unter Beweis gestellt. In Zusammenarbeit mit Kollegen von der Advanced Light Source in Berkeley (USA) haben die Forscher erstmals mit speziellen Laserpulsen Lichtblitze erzeugt, die nur noch rund 80 Attosekunden dauern. Eine Attosekunde ist ein Milliardstel einer Milliardstel Sekunde. Wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Science“ berichtet, sind die Wissenschaftler damit erstmals in den Zeitbereich von weniger als 100 Attosekunden vorgestoßen. Das Projekt wurde im Rahmen des Exzellenzclusters „Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP)“ durchgeführt. Die Ergebnisse eröffnen den Weg zur Echtzeitbeobachtung der schnellsten Elektronenbewegungen innerhalb von Atomen, Molekülen und Festkörpern. Einblicke in Elektronenvorgänge wiederum können zur Entwicklung neuer Lichtquellen, zum Verständnis der molekularen Ursachen schwerer Krankheiten oder zur schrittweise Beschleunigung der elektronischen Datenverarbeitung in Richtung der ultimativen Grenzen der Elektronik führen.

Pressemitteilung

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