Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wenn das Gehirn dicht macht

Bessere Epilepsie-Therapie dank Prävention

München, 29.05.2008

Epileptische Anfälle werden durch unkontrollierte Entladungen bestimmter Nervenzellen im Gehirn ausgelöst. Krampfunterdrückende Medikamente können dem vorbeugen – wenn die Patienten auf die Behandlung ansprechen. „Bis zu 40 Prozent der Epilepsiepatienten sind aber therapieresistent“, berichtet Professor Heidrun Potschka von der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Unter ihrer Leitung konnte ein internationales Forscherteam nun eine mögliche Ursache dieser Resistenz auf molekularer Ebene aufklären. Wie in der aktuellen Ausgabe Fachzeitschrift Molecular Pharmacology berichtet, setzen epileptische Anfälle einen Botenstoff frei, der letztlich die Produktion des Moleküls P-Glycoprotein initiiert. „Dieser bereits bekannte Arzneimitteltransporter verhindert wohl die Aufnahme der Medikamente in das Gehirn und damit auch deren Wirkung“, sagt Potschka. „Unsere Ergebnisse könnten helfen, eine präventive Strategie für Epilepsiepatienten zu entwickeln, um die Therapie effektiver zu machen. Möglicherweise profitieren davon auch Patienten mit Schlaganfall, Infektionen wie HIV und anderen Erkrankungen des Zentralnervensystems. Es gibt nämlich Hinweise, dass P-Glykoprotein auch in diesen Fällen Resistenz verursachen kann.“

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