Ludwig-Maximilians-Universität München
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Mit heißen Ohren am Feuerberg

Akustische Signale könnten vor Vulkanausbrüchen warnen

München, 21.05.2008

„Gäbe es ein Frühwarnsystem für Vulkanausbrüche, bliebe uns vieles erspart“, meint Donald B. Dingwell, Professor für Geo- und Umweltwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. „Denn noch immer bedeuten explosive Eruptionen nicht selten die Vernichtung von Leben, Infrastruktur und Kapital.“ Der Geologe, der eine Forschungsprofessur im Rahmen von LMUexcellent innehat, lieferte deshalb einen neuen Ansatz für die Vorhersage von bevorstehenden Eruptionen – der sich zumindest unter experimentellen Bedingungen bereits bewährt hat. Die zugrunde liegenden Daten sind das Ergebnis einer internationalen Kooperation mit Beteiligung Dingwells und unter der Leitung seines Mitarbeiters Yan Lavallée. Wie in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature“ berichtet, wurden dafür im Labor Bruchprozesse im Magma gemessen, also in der flüssigen Gesteinsschmelze aus dem Erdinneren, die bei Eruptionen als Lava ausgestoßen wird. Entscheidend für einen bevorstehenden Ausbruch ist der Übergang des Magmas vom Fließen zum Bruch. „Und das kann man hören“, berichtet Lavallée. „Den Übergang zeigten eine Temperaturerhöhung, veränderte Scherkräfte sowie akustische Signale an. Wir hoffen nun, dass Vulkanobservatorien in aller Welt unseren neuartigen Ansatz auch in der Praxis testen werden.“

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