Ludwig-Maximilians-Universität München
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Die bunte Unterwasserwelt der Proteine

Ein molekularer Baukasten schafft brillante Farben nach Bedarf

München, 18.02.2008

Proteine sind essentiell für nahezu alle biologischen Prozesse. In vielen Fällen können sie ihre vielfältigen Aufgaben nur erfüllen, weil sie nach ihrer Synthese, chemisch verändert werden. Dies gilt auch für Licht empfangende oder aussendende Proteine, die für diese Funktionen erst „gefärbt“ werden müssen. Ein wichtiges Beispiel sind die Biliproteine in bestimmten Algen, die für einen substantiellen Teil der globalen Photosynthese zuständig sind. Bei diesem Prozess wandeln Pflanzen und Algen Wasser und Kohlendioxid mit der Energie aus dem Sonnenlicht in Zucker sowie Sauerstoff um – und liefern damit die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Eine deutsch-chinesische Kooperation unter der Leitung von Professor Hugo Scheer, Botanisches Institut der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, und Professor Kai-Hong Zhao, Huazhong University in China, konnte jetzt zeigen, dass die Biliproteine nach einem äußerst flexiblen Baukastenprinzip und unter Mitwirkung bestimmter Enzyme „gefärbt“ werden. Damit können nun auch in anderen Organismen Biliproteine erzeugt werden, etwa als Markierungs- und Kontrastfarbstoffe. Mehrere Veröffentlichungen resultierten aus der von der Volkswagen-Stiftung geförderten und im Rahmen des von der DFG finanzierten Sonderforschungsbereichs (SFB) 533 „Lichtinduzierte Dynamik von Biopolymeren“ durchgeführten Zusammenarbeit, unter anderem in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ und der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Molecular Microbiology“.

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