Ludwig-Maximilians-Universität München
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Erste Attosekunden-Messung in Festkörpern

Elektronen auf dem Weg zwischen Atomen erwischt

München, 25.10.2007

Nur einige zehn Attosekunden (1as = 0.000 000 000 000 000 001 Sekunde) brauchen Elektronen, um in Festkörpern von einem Atom zum nächsten zu gelangen. Diese unvorstellbar kurze Zeitspanne stellt die ultimative Grenze für die Geschwindigkeit der Elektronik dar. Der künftige Vorstoß in diesen Grenzbereich setzt die technische Fähigkeit voraus, Elektronentransport in Festkörpern mit Attosekunden-Auflösung in Echtzeit zu beobachten und schließlich auch zu steuern. Das erste dieser Ziele hat jetzt ein internationales Forscherteam, dem auch Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München angehören, am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München (MPQ) erreicht. Adrian Cavalieri (USA) hat gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Österreich, Ungarn, Deutschland und Spanien Unterschiede in den Flugzeiten von Elektronen beim Durchqueren weniger Atomlagen in einem Kristall bestimmt. Dieses Experiment, das die erste Attosekunden-Messung in Festkörpern darstellt, ebnet den Weg zur Einflussnahme auf den Elektronentransport in Festkörpern auf atomarer Skala – ein Fortschritt, der auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ gewürdigt wird.

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